"Mit Überzeugung und Geduld zu mehr Nachhaltigkeit"

Vera und Malte arbeiten im Kölner McKinsey Office – allerdings in ganz verschiedenen Bereichen. Während Malte im Recruiting unterwegs ist, ist Vera in der Beratung „zuhause“. Was die beiden zusammenbringt? Ihr Engagement für Nachhaltigkeit im Kölner Green Team. Hier erzählen sie, was es damit auf sich hat.

Von Natur aus nachhaltig?

Vera: „Das Thema Nachhaltigkeit war für mich schon vor meinem Engagement im Green Team präsent. Ich setze mich seit meiner Schulzeit für eine ressourcenschonende und faire Wirtschaft ein. Insofern bin ich da idealistisch etwas vorgeprägt. Natürlich haben Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in den letzten Jahren auch gesamtgesellschaftlich an Fahrt aufgenommen. Vor allem die Fridays-For-Future-Bewegung hat in der öffentlichen Diskussion viel bewegt. Und durch Corona hat das Ganze noch mal einen großen Schub bekommen.“

Malte: „Ich versuche schon länger mich bewusster zu ernähren, da kommt man zwangsläufig mit dem Thema in Berührung. Es mich etwas überrascht, wie offen das Thema Nachhaltigkeit bei McKinsey angegangen wird. Ich habe im Februar 2019 hier angefangen und war sehr froh über diese Aufgeschlossenheit. Ich habe dann auch schnell das Green Team im Kölner Office kennengelernt, mich dort ausgetauscht und Kontakte geknüpft.“

Einfach mal machen

Malte: „Mittlerweile konnten wir mit dem Kölner Green Team schon sichtbare Erfolge im Office erzielen: Es gibt beispielsweise einen Veggie-Day und die Kapsel-Maschinen wurde gegen Vollautomaten ausgetauscht. Das klingt erst mal nicht nach der großen Revolution. Aber wenn man sieht, wie viel Müll wir damit vermeiden, wird der Impact direkt deutlich. Das Schöne an der Aktion war auch der positive Zuspruch. Viele Kolleginnen und Kollegen hatte der Abfall schon länger gestört – die  waren dann sehr froh über die Alternative.“

Vera: „Bei unserem wöchentlichen Veggie-Day hatte ich etwas Bauchschmerzen. Schließlich ist Ernährung ein emotionales Thema. Umso schöner war es, dass der neue „Speiseplan“ sofort sehr gut angenommen wurde. Wir konnten daraus auch viel lernen. Allem voran: einfach mal machen. Den Kolleginnen und Kollegen die Vorteile von Veränderung aufzeigen. Und ganz wichtig: Nicht gleich mit dem Zeigefinger ankommen. Viele Menschen wollen sich auch gar nicht gegen nachhaltige Lebensweisen wehren. Da geht es eher darum, alte Gewohnheiten zu verändern.“

Nachhaltigkeit für Talente immer wichtiger

Malte: „Im Recruiting merken wir schon länger, dass Nachhaltigkeit für Nachwuchstalente immer wichtiger wird. Viele Kandidatinnen und Kandidaten sprechen das Thema sogar direkt an. Vor allem, wenn es um die Anreise geht. Mir hat das gezeigt, wie sehr sich unsere Branche in den letzten Jahren gewandelt haben. Früher galt es vielleicht noch als cool, eben mal mit dem Flieger zum Vorstellungsgespräch zu kommen. Heute suchen wir dafür andere Lösungen, um umweltbewusster arbeiten zu können. Dass solche Veränderungen machbar sind, hat nicht zuletzt auch Corona gezeigt.“

Vernetzen. Mitstreiter suchen.

Vera: „Unsere Green Teams sind ein tolles Beispiel dafür, wie wichtig Vernetzung und Zusammenarbeit sind. Viele Ziele kann man eben nicht umsetzen, wenn man auf sich alleine gestellt ist. Mittlerweile haben wir sehr viel Dynamik in unseren Green Teams und lernen voneinander – nicht nur in Deutschland, sondern global. Darüber hinaus bekommen wir viel kreativen Input von interessierten Kolleginnen und Kollegen. Und nicht zuletzt hilft uns der Support und der Austausch über alle Ebenen hinweg.“

Mit gutem Beispiel voran.

Vera: „Mir war es immer sehr wichtig, offen und verständnisvoll auf andere zuzugehen. Man muss aber gleichzeitig auch für seine Positionen einstehen. Seitdem ich bei McKinsey arbeite, bin ich beispielsweise nur zwei Mal zu Terminen geflogen. Selbstverständlich war das nicht. Aber das Tolle ist, dass ich bei McKinsey mit guten Argumenten immer Gehör finde. Z.B. gewinnt man oft beim Bahnfahren auch noch produktive Arbeitszeit. So kann man dann auch über eine umweltbewusstere Anreise sprechen und Lösungen finden.“

Malte: „Durch die Arbeit im Green Team ist mir klar geworden, dass man Dinge ganz konkret besser machen kann – und dass das auch noch Spaß macht. Mit Verzichts- oder Verbotsdiskussionen kommt man an dieser Stelle nicht weit. Wir stehen für unsere Themen, aber missionieren wollen wir nicht. Wir gehen lieber mit gutem Beispiel voran. Und bringen Geduld für unser Gegenüber mit.“