„Leadership ist das entscheidende Thema unserer Zeit“

Von der Literaturwissenschaft über die Diplomatie zur Beratung: Die berufliche Entwicklung von Katharina Kassubeck wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich viele logische Verbindungen. Als Engagement-Managerin bei McKinsey in Wien beschäftigt sich Katharina heute vor allem mit Führungskräfteentwicklung und Kulturtransformation.

Katharina, du hast Literaturwissenschaft studiert, in verschiedenen Botschaften und im UNO-Umfeld gearbeitet. Nicht gerade der klassische Weg ins Consulting, oder?

Das dachte ich auch lange. Es hat eine Weile gedauert, bis mir der Nutzen meiner Erfahrungen für die Beratung klar wurde. Vor meinem Einstieg habe ich mich gefragt: Wie soll diese Entkopplung von Themen funktionieren? Wie kann eine Literaturwissenschaftlerin das Management eines Konzerns beraten? Heute weiß ich: Das Aneignen und Kommunizieren von Wissen ist wesentlicher Teil des Consultings. Wir lernen, Probleme strukturiert und auf hohem Niveau zu lösen. Daher ist ein Einstieg aus vielen Richtungen möglich.

Welche Erfahrungen nützen dir besonders?

Was mir am meisten hilft, ist der Fokus auf Menschen und die Kommunikationsfähigkeit. Außerdem kann ich gut mit sensiblen Situationen umgehen. Auch für die Beratung gilt: „It’s a people’s business“. Wie die Diplomatie.

Vielleicht kannst du deinen Werdegang etwas genauer erzählen.

Es ist immer so: Wenn mich etwas begeistert, dann mache ich es. Ich studierte Germanistik und Anglistik, weil ich Literatur so mehrwertstiftend fand. Der Traum von der wissenschaftlichen Karriere trug bis zur Magisterarbeit. Dann fing ich an, mich aus einer wachsenden Begeisterung für Menschen und Internationalität heraus umzuorientieren – in Richtung Diplomatie. Ich absolvierte Praktika in Botschaften, arbeitete für eine UNO-Organisation und machte meinen Master an der Diplomatischen Akademie in Wien.

Das klingt, als hättest du keine Scheu vor komplizierten Aufgaben.

Zumindest bin ich vor konfliktbehafteten Themen nie zurückgeschreckt. Ich finde es in allen beruflichen Zusammenhängen wichtig, verschiedene Sichtweisen zu verstehen und zu integrieren.

Konkrete Erfolge sind in der Diplomatie nicht immer direkt sichtbar. Ist das bei McKinsey anders?

Ganz genau. Ich fand komplexe politische Themen immer spannend, aber häufiger braucht es länger, bis man Bewegung sieht. Außerdem brauchen junge Menschen im politischen Umfeld oft deutlich länger, bis sie weitreichende Verantwortung übernehmen dürfen. Das macht im Gegensatz dazu die Beratung so reizvoll: Hier kann jede:r sehr schnell ihren oder seinen eigenen Weg beschreiten und schon sehr früh verantwortlich Dinge gestalten.

Wie bist du zu McKinsey gekommen?

Ich habe ein Recruiting-Event in Kitzbühel besucht, speziell für Studierende nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Studienrichtungen. In diesen vier Tagen habe ich ein erstes Gefühl für die Menschen in dieser Firma bekommen. Und war begeistert! Lauter spannende Charaktere, sehr divers, einfach nett. Außerdem haben wir an hochinteressanten Themen gearbeitet.

Was hat dich besonders interessiert?

Der öffentliche Sektor. In meinen ersten Projekten habe ich allerdings erst das ‚Beraterhandwerk‘ grundsätzlich gelernt, bei Studien im Energiesektor und in anderen Industrien. Heute arbeite ich mit Klienten aus allen möglichen Industrien und helfe Ihnen in den Bereichen Leadership Development und Culture.

Dein zweiter Schwerpunkt ist das Thema Leadership. Wie kam es dazu?

Die Frage, wie Menschen erfolgreich und erfüllt sein können, hat mich schon immer interessiert. Das hat sich zu einer absoluten Leidenschaft entwickelt. Denn Leadership ist so wichtig, ich würde sogar sagen: das entscheidende Thema unserer Zeit. Man braucht nur daran zu denken, wer die wichtigsten Entscheidungen zu den großen Themen unserer Zeit trifft – sei es der Klimawandel, Diversity oder Covid. Reflektierte und fähige Führungskräfte sind das A und O in diesen wichtigen Prozessen. Meine konkreten Aufgaben reichen von der Entwicklung von Leadership-Programmen über das Coaching von Führungskräften oder Teams bis hin zu Kulturtransformationen ganzer Unternehmen.

Bei all den Interessen bleibt hoffentlich auch Zeit für Privates.

Natürlich, mit meinem Mann lebe ich jetzt seit drei Jahren in Wien, vorher waren wir in Paris und haben einen sehr internationalen Freundeskreis. Seit kurzem haben wir auch ein neues Familienmitglied: einen kleinen Cockerpoo-Welpen, der unser Leben auf den Kopf stellt.

Dein Einstieg bei McKinsey

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