„Forscher und Berater haben mehr gemeinsam, als ich dachte“

Promotion geschafft, Post-docs in den USA und den Niederlanden: Die Molekularbiologin Annette Denker hat eine makellose Laufbahn als Naturwissenschaftlerin hingelegt. Bis sie begann, auch in andere Richtungen zu blicken – und das Consulting entdeckte. Erst bei McKinsey erkannte sie, was sie mit ihrem Können noch so alles bewirken kann. Und welche Talente sie bisher gar nicht genutzt hatte. 

„Etwas anderes als ein naturwissenschaftliches Studium kam für mich gar nicht in Frage. Ich komme aus einer Familie von Medizinern, mit Wirtschaftsthemen hatte ich so gut wie nie Berührungspunkte. Ich schrieb mich in Heidelberg für Molekulare Biotechnologie ein, direkt gefolgt von einem integrierten Master- und PhD-Programm in Molekularbiologie in Göttingen. Ich habe promoviert und bin danach mit Stipendien in die USA und später in die Niederlande gegangen. Die Forschung machte mir Spaß.

Warum sollte ich beraten können? 

Gegen Ende der Promotion fing ich dennoch an, meine Entscheidung zu hinterfragen. Wissenschaft ist etwas, das man mit voller Überzeugung machen muss. Aber wollte ich das wirklich, mein Leben lang? Durch Zufall stieß ich auf das McKinsey Event „Next Generation Women Leaders“ in Paris, das mich neugierig machte.  Dort tauchte ich zum ersten Mal ein in diese mir bislang unbekannte Welt. Ich war sofort beeindruckt, aber da waren noch Zweifel. Denn ich konnte zwar erklären, wie Zellen oder unsere DNA funktionieren – aber warum sollte ausgerechnet ich beraten können?

Raus aus der Forschung, rein ins Consulting

Es sollte vier weitere Jahre intensiver Arbeit in großen Forschungsinstituten brauchen, bis ich den Absprung wagte. Raus aus der Wissenschaft und rein ins Consulting. Ich erhoffte mir von dem Wechsel zu McKinsey vor allem drei Dinge. Erstens: Neue Dinge lernen, ohne mich zu sehr auf ein Feld festlegen zu müssen. Zweitens: Die direkte Wirkung meiner Arbeit sehen – was in der Grundlagenforschung nur selten möglich ist. Und drittens: Mehr Umgang mit Menschen. Erst als Beraterin merke ich heute, wie viel Freude mir das macht.

Die ersten Kontakte: andere Naturwissenschaftler

Dennoch blieb es spannend. Wie würde der Einstieg verlaufen? Zum Glück erhalten Nicht-Wirtschaftswissenschaftler bei McKinsey ein grandioses Angebot zur Vorbereitung, den Mini-MBA. Nicht nur die Trainings sind fordernd und begeisternd. Mich überzeugten während der Wochen in der Nähe von New York vor allem die Begegnungen mit anderen Beratern aus der ganzen Welt. Viele „Neulinge“ waren ebenfalls Naturwissenschaftler. Dort habe ich Kontakte geknüpft, die bis heute halten. 

Das eigene Können erkennen

Während meines ersten Projekts habe ich dann endgültig verstanden: Was ich hier können muss, das bringe ich mit! Sich selbst organisieren, große Datenmengen auswerten, präsentieren – all das leisten Promovierende oder Post-docs ganz selbstverständlich. Bei McKinsey erhalten diese Fähigkeiten einen neuen Wert. Hilfreich ist auch die Feedback-Kultur, um das eigene Können realistischer einzuschätzen. Mir war zum Beispiel gar nicht klar, dass gerade die Interaktion mit anderen Menschen zu meinen größten Stärken zählt. 

Spezialisieren – und dabei offen bleiben  

Inhaltlich werde ich mich bei McKinsey entweder auf Healthcare- oder Pharma-Themen spezialisieren. Das liegt bei meinem Hintergrund nahe, denn ich kann auch inhaltliches Wissen einbringen. In Healthcare-Projekten zum Beispiel nähern wir uns medizinischen Fragen aus Sicht eines Krankenhauses oder einer Krankenkasse. Gleichzeitig tragen wir dazu bei, dass es vielen Menschen besser geht. Es ist ein großartiges Gefühl, das Beste für alle Seiten herauszuholen. Und wenn ich möchte, kann ich mich auch mit anderen Themen beschäftigen. Ich genieße diese Vielfalt an Optionen. 

Was Wissenschaftler und Berater verbindet

Manchmal denke ich, dass Berater und Naturwissenschaftler weit mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick denkt. Beide lieben zum Beispiel das Leben als „Nomaden“ und sind es gewohnt, viel zu reisen und an verschiedenen Orten zu leben. Im Moment arbeite ich im Düsseldorfer McKinsey Office. So bin ich nah an meiner Familie im Ruhrgebiet – und dennoch flexibel genug, um mit meinem Freund viel zu reisen oder auf Festivals zu gehen. Sicher werde ich bald auch wieder das „Take Time“-Programm von McKinsey nutzen und eine kurze Auszeit nehmen. Dann gehe ich einer weiteren neu entdeckten Leidenschaft nach: dem Tauchen.   

Einstieg mit Erfahrung
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Mit Erfahrung punkten als Young Professional

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