„Der Wechsel in die Beratung war für mich der logische nächste Schritt“

Robert Nave hat bei einem führenden Finanzinstitut das Corporate-Banking-Geschäft in allen Facetten kennengelernt. Doch nach den ersten Jahren wuchs das Bedürfnis, strategischer zu arbeiten. Ein Kollege gab ihm den Tipp: Geh zu McKinsey. Heute ist Robert Junior Projektleiter der Strategy & Corporate Finance Practice in Frankfurt am Main. 

„Nach meinem Bachelor- und Master-Abschluss in Mannheim bin ich direkt als Analyst und Associate bei einer großen US Investment Bank eingestiegen. Schon bald betreute ich Finanzierungen und Transaktionen im Milliardenbereich – eine extrem intensive und lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte. Doch selbst diese Aufgaben fühlten sich nach einer Weile repetitiv an. So begann ich, parallel interne strategische Themen zu begleiten. Meine Versuche, mich in diese Richtung weiterzuentwickeln, konnte ich leider trotz der Größe und Internationalität der Bank nicht so verfolgen, wie erhofft. Eines Tages riet mir ein Kollege: Wenn du strategisch und eng mit Klienten arbeiten willst, dann geh am besten zu McKinsey. So war der Wechsel in die Beratung für mich der logische nächste Schritt.

Ab Tag 1: All In

Mein Einstieg bei McKinsey entsprach ziemlich genau dem, was ich erhofft hatte: Es ging sofort zum Klienten vor Ort. Gleich im ersten Projekt arbeitete ich direkt als rechte Hand mit dem Head of Controlling eines DAX-Konzerns zusammen. McKinsey sollte das Unternehmen bei einer großen Finanztransaktion unterstützen. Refinanzierungen, Risikomanagement: Damit hatte ich mich schon auf Bankseite intensiv beschäftigt. So konnte ich das „Beratersein“ auf vertrautem Gelände kennenlernen. Ein guter Start: Day One – All In.

Auf Augenhöhe mit Entscheidungsträgern

Ich liebe die vielen, auch persönlichen Beziehungen, die aus der intensiven Beratungsarbeit entstehen. Das gilt sowohl für Klienten als auch Kollegen. Ein gemeinsamer Firmenlauf mit Unternehmensvorständen, informelle Gespräche und Abendessen mit McKinsey-Partnern: Das alles ist nicht ungewöhnlich und begeistert mich. Wir gehen eine Wegstrecke gemeinsam und erleben die Entwicklung des jeweils anderen aus nächster Nähe mit – auch wenn wir uns auf völlig unterschiedlichen Karrierestufen befinden.

Teamfeeling im Besprechungsraum

Das hat auch mit dem Setting unserer Studien zu tun. Wir arbeiten oft über Monate hinweg gemeinsam mit Menschen, die wir anfangs nicht kennen, an einem uns völlig neuen Thema. Das schweißt zusammen. Außerdem sind wir bereits als junge Berater sehr nah an Entscheidungen beteiligt, die Unternehmen substanziell verändern können, was sehr spannend ist. Meistens schadet es auch nicht, dass McKinsey im Zweifel vergleichbare Situationen in verschiedensten Formen bereits mehrmals betreut hat. Das gibt einem viel Rückhalt durch die Kollegen. So lernt man einerseits, selbstverantwortlich zu arbeiten, und sich andererseits gut mit dem Team abzustimmen.

Erstaunliches Detailwissen

Ich sehe meinen Quereinstieg als großes Plus für meinen Weg bei McKinsey. So bringe ich ein Vorwissen mit, das ich in das Unternehmen einbringen und beim Klienten direkt anwenden kann. Es kommt vor, dass mich eine Ingenieurskollegin fragt, worauf sie bei der Interpretation der KPIs eines Private-Equity-Klienten achten sollte. Ich rufe sie im Gegenzug an, wenn es um technische Themen geht. Das Wissen in dieser Firma zu Fragen aller Art ist unglaublich. Ich habe immer wieder Momente, in denen ich denke: Wow, wie detailliert kann man sich mit einem beliebigen Thema eigentlich auskennen?

Willkommene Freiheiten

Manchmal (im Sinne von sehr oft) werde ich gefragt, ob ich jetzt weniger arbeite. Meine Antwort: Es ist nicht viel weniger als in der Bank – aber die Flexibilität ist eine andere. Nach einer Studie können wir problemlos längere Zeit pausieren. In diesem Jahr werde ich erstmals Take Time nutzen, eine Art flexible Auszeit. Und an den Wochenenden habe ich immer frei und Zeit für Freundin, Freunde, Reisen und Sport. Meine weitere berufliche Zukunft habe ich noch nicht konkret geplant. Dafür sind meine aktuellen Aufgaben zu interessant. Für den Moment weiß ich nur: Ich werde hier noch eine Menge lernen und eine Menge Spaß haben.“