„Am Krisenherd hatte ich das Gefühl, mit meiner Arbeit etwas zu bewirken“

Fernweh und Neugier führten Stephanie Haag nach der Schule zunächst zur Luftfahrt: In sechs Jahren bei einem großen Konzern lernte sie vom Beladen der Flugzeuge bis zum IT-Management alle Facetten der Branche kennen. Zur Beratung knüpfte sie erste Kontakte, war sich aber lange unsicher, ob sie für die Arbeit geeignet sei. Erst ein Kriseneinsatz gab ihr den Mut zum Wechsel. Heute ist Stephanie Junior Partnerin im Münchener Büro und betreut selbst Berufserfahrene bei ihrem Einstieg bei McKinsey.

"Für die Luftfahrt und für McKinsey habe ich mich im Grunde aus denselben Gründen entschieden: Ich wollte meine Neugierde stillen, die Welt kennenlernen und Spielräume zur Entfaltung haben – aber bitte mit Sicherheitsnetz. Nach der Schule bewarb ich mich für Duale Studiengänge. Die praktische Dimension war mir wichtig, die Herausforderung eines universitären Studiums aber ebenso. So studierte ich Wirtschaft mit Schwerpunkt Luftfahrt an der European Business School, kombiniert mit einer Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau.

Erste Kontakte über McKinsey Connect

Schon mit 18 wusste ich also, in welchem Unternehmen ich einmal arbeiten würde. Mehr als sechs Jahre war ich für einen großen Luftfahrtkonzern tätig. Es begann mit sehr operativen Tätigkeiten am Flughafen und reichte bis hin zu IT-Projekten auf Management-Ebene. Parallel schnupperte ich in die Welt des Consultings hinein: Als Studentin hatte ich eine Veranstaltung von McKinsey besucht und hielt über das Netzwerkprogramm McKinsey Connect den Kontakt. Aber Beraterin werden? Ich dachte, dafür sei ich nicht geeignet.

Die Krise als Wendepunkt

Dieses Selbstbild änderte sich erst im Angesicht von Krisen. Da waren vor allem zwei relevant: Erstens wurde ein Projekt, in dem ich arbeitete, „auf links“ gedreht. Dieses grundsätzliche Hinterfragen, aber auch der Mut für Richtungswechsel, den ich bei meinen Vorgesetzten sah, hat mich begeistert. Zweitens war ich nach einem Flugzeugabsturz im Krisenstab eingesetzt. Auch hier hatte ich das Gefühl: Meine Arbeit ist wichtig. Und wenn mein Einsatz etwas bewirkt, dann kann ich sehr ausdauernd und mit großer Kraft arbeiten. Dieses Gefühl wollte ich nicht mehr missen. Es war Zeit für eine neue Herausforderung. Ich dachte ernsthafter über Beratung nach.

Passt es nächste Woche?

Da ich schon über McKinsey Connect vernetzt war und auch ein Recruiting-Event besucht hatte, ging es ab der Bewerbungsentscheidung  schnell: Ich rief bei McKinsey an und sagte, ich würde gern an Einstellungs-Interviews teilnehmen. Die Recruiterin fragte: Prima, passt es nächste Woche? Wenig später reiste ich zum Interviewtag nach Stuttgart und erhielt noch am Abend ein Angebot. Mein erster Projektleiter war ein ehemaliger Pilot. So startete ich fachlich auf sicherem Terrain und konnte mich darauf konzentrieren, mir das Berater-„Toolkit“ anzueignen.

Das Handwerk erlernen

Anfangs war ich etwa im Aufbau einer Storyline oder eines Excel-Modells sicher nicht so schnell wie andere Kolleginnen und Kollegen. Dafür brachte ich Fachwissen und Verständnis für die internen Prozesse eines Konzerns mit – ein großer Mehrwert für meine Teams. Für Einsteiger mit Berufserfahrung gibt es bei McKinsey viele maßgeschneiderte Trainings und individuelle Unterstützung. Mir half vor allem, dass ich mit meinen Teamleiterinnen und Teamleitern alle Fragen offen besprechen konnte. Unter anderem lernte ich, Ergebnisse aktiver zu kommunizieren.

Meine Themen heute  

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, als Beraterin viele verschiedene Branchen kennenzulernen – Mode zum Beispiel.  Aber Ausflüge in die Automobilbranche und in die Logistik bestätigten meine Faszination für jegliche Form der Fortbewegung. Heute sind meine Hauptthemen Mobilität und Infrastruktur, ich gehöre zum Team des McKinsey Center for Future Mobility. Bahn, Logistik, Auto, Airlines, Infrastruktur und intermodale Lösungen – das ist meine Welt. Ergänzt um die Perspektive des „Business Buildings“, was disruptive (Mobilitäts-)Innovationen mit sich bringen. Die Entscheidung für das Münchner Büro fiel damals der Liebe wegen. Heute genieße ich die Berge vor der Tür, zum Wandern und Skifahren am Wochenende. Das Kölner Büro nenne ich gerne meine  zweite Heimat – als Karnevals-Fan überlegte ich lange, dort meine Wurzeln zu schlagen.

Raum für Unternehmergeist

Ein Gedanke noch zum Schluss: Lange dachte ich, meine Alternative zum Konzern wäre die Selbstständigkeit. Daher hat mich der Slogan ‚Make your own McKinsey‘ so überzeugt. Dahinter steht im Grunde Unternehmergeist. Wenn jemand eine Idee hat, gibt es hier immer smarte, hochmotivierte Menschen, die mitgehen. Heute sage ich allen, die als Berufserfahrene über einen Wechsel in die Beratung nachdenken: Wenn ihr Lust habt auf immer wieder neue Impulse, dann macht es. Die Beratung bietet Entfaltungsmöglichkeiten für viele verschiedene Typen Menschen. Und wenn du die gewisse Brise Abwechslung, Weitblick und Unterstützung suchst, dann ist es wahrscheinlich, dass du in der Beratung glücklich werden kannst."

Dein Einstieg bei McKinsey

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