„Es war Zeit, die Komfortzone zu verlassen“

Mit 27 Jahren war sie bereits im Herzen der Macht angekommen. Laura Klinkhammer hat im Bundeskanzleramt als entwicklungspolitische Referentin die UN Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030 mit vorbereitet. Was sollte also als nächstes kommen? Die studierte Volkswirtin traf eine Entscheidung, die viele überraschte: Sie ging als Beraterin zu McKinsey. Ein Bruch? Ja. Aber ein lohnender. 

„Eigentlich war früh klar, in welche Richtung meine Karriere gehen sollte.  Die internationale Wirtschaft und Politik faszinierten mich, ich wollte möglichst im Ausland studieren. So ging ich nach Maastricht und Buenos Aires und machte meinen Bachelor in Internationaler Volkswirtschaftslehre. Im Gap Year vor dem Master fand ich dann mein Thema: die Entwicklungspolitik. Sie wurde zum Schwerpunkt meines Masterstudiums in London – und zum Fundament für meinen Berufseinstieg. 

Geradliniger Karriere-Start 

Ich hatte das Glück, das im Studium Gelernte unmittelbar im Beruf anwenden zu können. Mein erster Job führte mich als Beraterin ins Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weltbank, IWF, Entschuldung – das waren meine Spezialgebiete. Eine tolle Zeit mit großartigen Aufgaben. Etwas später dann der Wechsel in die Zentrale der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nach Eschborn. In der dortigen Strategieabteilung lernte ich erstmals die Zusammenarbeit mit Unternehmensberatungen kennen. Mein Interesse war geweckt. 

Direkt ins Herz der Politik 

Aber zunächst ergab sich noch eine andere Chance: Ich ging als Entsandte der GIZ für zwei Jahre ins Bundeskanzleramt. In ‚meinem‘ Themenfeld Entwicklungspolitik unmittelbar etwas bewegen zu können, aus dem Herzen der Politik heraus – für mich war das eine außergewöhnliche Möglichkeit. Und danach? Ich dachte über Selbstständigkeit nach, über ein weiteres Studium, über internationale Organisationen – und entschied mich für einen konsequenten Bruch. 

Wenn schon wechseln, dann richtig

Wie so häufig war es eine persönliche Begegnung, die mir den entscheidenden Impuls gab. In Berlin lernte ich eine ehemalige Beraterin kennen, die mich sehr beeindruckte. Mit welcher Begeisterung sie von ihrer McKinsey-Zeit im In- und Ausland sprach! Ich bewarb mich schließlich initiativ. Mittlerweile bin ich seit mehr als einem Jahr dabei, bin Junior Projektleiterin und zum ersten Mal wieder in meiner Heimat im Rheinland angekommen. Dass es das Kölner McKinsey Büro wird, war dabei aufgrund der Verbundenheit zum Karneval und zur kölschen Lebensart alternativlos.  

Immer wieder Neuland

Es ging direkt spannend los: Nach der Trainingswoche zum Start bei McKinsey hatte mein erstes Projekt mit Prozessoptimierungen im öffentlichen Sektor zu tun und war auch gleich im Ausland. Im nächsten Projekt ging es um eine Vertriebsstrategie für ein Dax-Unternehmen – alles völliges Neuland für mich. Bei McKinsey habe ich gelernt, nicht nur vorübergehend meine persönliche „Komfortzone“ zu verlassen, sondern jede Woche von Neuem. Was daran so toll ist? Man lernt, in kürzester Zeit ganz neue Themen zu verstehen und das Gelernte ergebnisorientiert anzuwenden. Dass ich dafür viel unterwegs bin und auch oft länger arbeite, stört mich nicht – außerdem war ich darauf von Anfang an vorbereitet. 

Chef der eigenen Karriere sein 

Ich kann Interessierten mit Berufserfahrung einen Quereinstieg in das Consulting nur empfehlen. Sie sollten sich durch Gespräche mit Beratern ein genaues Bild über die Arbeit machen und sich fragen, ob das zu ihnen passt:  die Arbeitszeiten, das Verlassen der Routine und der bisherigen Karriere, ein gewisser „Neustart“? Gelernt habe ich vor allem: Du musst bei McKinsey Chef Deiner eigenen Karriere sein. Es gibt viel Unterstützung – aber Du hast es selbst in der Hand, in welchem Themenbereich, mit welchen Stärken und wie schnell Du weiterkommst. Ich habe zum Beispiel früh mehr Klientenkontakt eingefordert – schon aus meiner Zeit in der Politik fühle ich mich auch in komplexen Gesprächs- und Verhandlungssituationen wohl. Die Ko-Entwicklung von Lösungen mit Klienten ist eine tolle Chance, darauf aufzubauen. 

Einzigartige Vielfalt an Optionen

Was mich immer noch beeindruckt, ist die Offenheit, mit der die Kollegen auch kritische Fragen beantworten. Schon bei meinen Einstellungsinterviews habe ich mich beispielsweise nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erkundigt. Im Beraterjob ist es weder für Frauen noch Männer leicht, dies zufriedenstellend zusammenzubringen. Die Firma macht große Anstrengungen in diese Richtung. Das ermutigt mich. Ich bin nämlich entschlossen, nicht nur vorübergehend bei McKinsey zu bleiben. Ich will hier erfolgreich sein, gern als Spezialistin für den Öffentlicher Sektor und mit mehr internationalen Projekten. Die ‚Home Base‘ soll aber das Rheinland bleiben, bei meinem Freund, meiner Familie, meinen Freunden. Von hier aus diese einzigartige Vielfalt an Themen, Kollegen und Entwicklungsmöglichkeiten nutzen – ich wüsste nicht, wer mir das sonst bieten könnte.“  

Weiterkommen
Weiterkommen

Freiräume schaffen – flexibles Arbeiten

McKinsey-Berater befassen sich mit den anspruchvollsten Aufgaben der anspruchvollsten Unternehmen. Dafür brauchen sie ein Arbeitsumfeld, das auch Raum lässt für Persönliches. Wie das konkret aussehen soll, wissen Sie selbst am besten. Daher räumt McKinsey Ihnen ein hohes Maß an Flexibilität ein – etwa durch die Wahl des Bürostandorts, flexible Arbeitszeitmodelle oder durch Take Time – eine Freistellung auf Zeit, um persönliche Projekte zu verfolgen. So können Sie Ihre beruflichen Ziele verwirklichen, ohne die privaten zu vernachlässigen.

Image left, Text right
Einstieg mit Erfahrung
Einstieg mit Erfahrung

Mit Erfahrung punkten als Young Professional

Ein kluger Wechsel zur richtigen Zeit kann jedes Spiel entscheiden. Das gilt auch im Beruf. Nutzen Sie das, was Sie bis jetzt erlebt, gelernt und bewegt haben. Und arbeiten Sie mit uns an den großen Herausforderungen der Stunde. 

Image left, Text right